Gartenwelten
Standort von Spielgeräten
Spielspaß im Garten mit Herz und Verstand
Schaukeln bis in den Himmel oder ein riesiges Bauwerk im Sandkasten – Kinder können im Garten viel erleben. Damit der Spaß aber nicht nur groß, sondern auch sicher ist, lohnt es sich, den Standort der Geräte mit Bedacht zu wählen. Schon ein paar einfache Regeln sorgen dafür, dass Kinder unbeschwert toben können und Eltern dabei ein gutes Gefühl haben.
Klares JA zum Sandkasten – aber wohin damit?
Der Sandkasten ist ein Klassiker – und das schon ab dem 1. Lebensjahr. Kinder entwickeln hier spielerisch ihre Motorik und Sinne, probieren mit Fantasie immer neue Ideen aus und lernen beim gemeinsamen Spielen zu teilen und zusammenzuarbeiten. Nebenbei gibt’s jede Menge frische Luft. Doch wohin im Garten stellt man den Sandkasten am besten?
- Suchen Sie sich einen sonnigen Platz für Ihren Sandkasten: Wenn im Sandkasten mit Wasser gearbeitet wird, trocknen die Sonnenstrahlen den Sand nicht nur schnell wieder, das UV-Licht der Sonne tötet außerdem Bakterien oder Viren ab – so wird der Sandkasten nicht zur Brutstätte für Keime.
- Lockern Sie von Zeit zu Zeit die Sandoberfläche mit einem Rechen auf und befördern Sie so Sand von unten nach oben. Dann erreichen die UV-Strahlen jede Stelle.
- Um während des Spielens keinen Sonnenbrand zu riskieren, schützen Sie empfindliche Kinderhaut beispielsweise durch ein gut gespanntes Sonnensegel.
- Sorgen Sie für genügend Abstand zwischen Hecke, Zaun oder Mauer: Dann kann nicht nur rund um den Sandkasten gespielt werden, auch für die Arbeit mit Rasenmäher oder Heckenschere ist genug Platz.
Rutschspaß auch an heißen Tagen
- Suchen Sie sich einen halbschattigen Platz für die Rutsche. Am besten wird sie nach Norden oder Osten ausgerichtet, so heizt sich die Rutschfläche nicht zu sehr auf. Auch ein Sonnensegel oder ein Baum in der Nähe können für angenehmen Schatten sorgen. Im Sommer können Sie die Rutschfläche zusätzlich mit einem Gartenschlauch kurz abkühlen, das sorgt sofort wieder für sicheren und angenehmen Rutschspaß.
- Achten Sie auf einen sicheren Auslaufbereich. Am Ende der Rutsche sollten keine Hindernisse wie Büsche, Gartenmöbel oder Mauern stehen. Ein bisschen Platz zum Auslaufen – und das möglichst auf einem weichen Untergrund – ist ideal.
Unbeschwert hüpfen – so findet das Trampolin seinen Platz
Trampolinspringen ist für viele Kinder das Größte: Gemeinsam hüpfen, kleine Kunststücke üben und ganz nebenbei Koordination und Körperkraft trainieren. Um den optimalen Standort für den Springspaß zu finden, gibt es ein paar Tipps:
- Suchen Sie sich einen ebenen, stabilen Untergrund. Trampoline müssen gerade stehen, damit sie nicht kippen oder wackeln. Rasen eignet sich gut, achten Sie jedoch darauf, dass die Fläche glatt ist.
- Halten Sie ausreichend Abstand rundherum. Von Trampolin zu Zaun, Mauer oder Bäumen sollten mindestens ein bis zwei Meter Platz bleiben.
- Bodenebene Modelle sind sicherer. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Trampolin im Boden versenken. Dadurch ist das Ein- und Aussteigen nicht nur einfacher, sondern auch ungefährlicher.
Prüfen Sie regelmäßig Sprungmatte, Federn und das Sicherheitsnetz. Wer kleine Abnutzungen rechtzeitig erkennt und Teile bei Bedarf austauscht, sorgt dafür, dass der Hüpfspaß lange sicher und unbeschwert bleibt.
Schaukelspaß braucht Raum
Für Kinder gibt es kaum etwas Schöneres, als hoch in die Luft zu schaukeln und das Gefühl von Freiheit zu spüren. Schaukeln fördert Gleichgewichtssinn und Koordination – und macht einfach riesigen Spaß. Damit die Schaukel im eigenen Garten aber auch sicher genutzt werden kann, ist der Standort entscheidend.
- Dass es freie Fläche vor und hinter der Schaukel geben muss, ist klar. Als Orientierung sollte mindestens die doppelte Schaukelhöhe als Sicherheitszone frei bleiben.
- Achten Sie auf den Untergrund. Ideal ist stoßdämpfendes Material wie Rasen, Sand, Holzschnitzel oder Fallschutzmatten. Asphalt, Pflaster oder Beton sind tabu.
Grundsätzlich für alle Spielgeräte gilt:
Am besten nicht direkt unter Bäumen: Bäume sorgen an heißen Tagen für kühle Plätzchen. Damit Sandkasten und Rutsche sauber bleiben und beim Schaukeln und Springen nichts im Weg ist, sollten die Spielgeräte allerdings nicht direkt beim Baum platziert werden. So bleibt mehr Zeit für ungestörten Spielspaß.
Gute Sichtbarkeit: Egal, ob Kinder im Sand buddeln, die Rutsche hinuntersausen oder hoch hinaus schaukeln, am sichersten ist es, wenn Eltern die Geräte jederzeit vom Haus oder der Terrasse im Blick haben.
Regelmäßige Pflege und Kontrolle: Spielsand von Zeit zu Zeit auflockern, Rutschenflächen reinigen, Trampolinnetz und Sprungmatte prüfen, Schaukelaufhängungen kontrollieren – kleine Handgriffe, die große Wirkung haben. So bleibt der Spielspaß unbeschwert und sicher.